Rom ist eine der meistbesuchten Städte Europas, und das aus gutem Grund: Antike Bauwerke, päpstliche Prachtsäle und die beste Pasta des Kontinents liegen hier auf engstem Raum. Wer 2026 einen Trip plant, sollte aber wissen, dass sich die Preise in den letzten Jahren spürbar verändert haben. Dieser Artikel schlüsselt auf, was eine Romreise realistisch kostet, und zwar vom Flug bis zum Abendessen.
Anreise: Flugpreise und Alternativen
Wer von einem deutschen Großflughafen wie Frankfurt, München oder Berlin nach Rom fliegt, zahlt für ein Hin- und Rückflugticket je nach Buchungszeitpunkt und Airline zwischen 80 und 320 Euro. Mit Billigfliegern wie Ryanair oder Easyjet sind Frühjahrs- oder Herbstdaten für unter 100 Euro zu haben, sofern man drei bis vier Monate im Voraus bucht. In den Sommerferien oder rund um Ostern, wenn Rom besonders voll ist, können dieselben Strecken locker 250 Euro kosten.
Wer flexibel ist, lohnt sich ein Blick auf Nachtbusse oder Zugverbindungen via Paris und Turin: Der Nightjet von Wien nach Rom dauert etwa 13 Stunden und kostet ab 59 Euro im Liegewagen, zieht preislich aber schnell auf 120 Euro an. Für viele Reisende ist der Flieger schlicht die praktischere Option.
Am Zielflughafen: Roms Flughafen Fiumicino liegt 30 Kilometer vom Zentrum entfernt. Der Leonardo Express, ein Direktzug zum Hauptbahnhof Roma Termini, kostet 14 Euro pro Person und fährt alle 15 Minuten. Ein Taxi ist ab 50 Euro Festpreis zu haben, wird aber für Alleinreisende schnell teuer.
Unterkunft: Was Hostels, Hotels und Apartments kosten
Günstige Schlafsäle in Hostels beginnen bei 20 bis 30 Euro pro Nacht. Ein ordentliches Doppelzimmer in einem Drei-Sterne-Hotel in zentraler Lage kostet 2026 zwischen 90 und 160 Euro pro Nacht. Wer näher am Kolosseum oder an der Piazza Navona schlafen möchte, zahlt einen Aufpreis. Hotels mit vier Sternen im historischen Zentrum liegen meist zwischen 180 und 280 Euro.
Ferienwohnungen über Plattformen wie Airbnb können günstiger sein, variieren aber stark. Für eine einfache Ein-Zimmer-Wohnung in Trastevere sind 80 bis 120 Euro pro Nacht realistisch. Vorteil: Wer selbst kocht, spart bei den Mahlzeiten erheblich.
Essen und Trinken: Was Rom vom Geldbeutel verlangt
Touristische Restaurants direkt am Pantheon oder am Trevi-Brunnen verlangen für ein einfaches Pasta-Gericht schon mal 18 bis 22 Euro. Wer zwei Straßen weitergeht, zahlt für dasselbe Gericht oft 10 bis 13 Euro. Ein Cappuccino an der Theke kostet 1,30 bis 1,80 Euro; am Tisch sitzend verdoppelt sich der Preis meist.
Günstig essen lässt sich beim Bäcker oder in Alimentari. Ein Tramezzino (gefülltes Sandwich) kostet 2,50 bis 4 Euro. Pizza al taglio, also Pizzastücke aus dem Blech, gibt es ab 3 Euro. Wer drei Tage lang die Mittagspause so gestaltet, spart im Vergleich zum Restaurant-Lunch locker 60 Euro.
Für ein Abendessen mit Antipasto, Hauptgericht, Wein und Wasser in einem soliden lokalen Restaurant rechnet man pro Person mit 30 bis 45 Euro. Wein beim Einkauf: Eine gute Flasche Montepulciano kostet im Supermarkt 5 bis 10 Euro.
Eintrittspreise: Kolosseum, Vatikan und Co.
Das Kolosseum gehört zu den Hauptattraktionen und verlangt inzwischen 18 Euro Eintritt, bei Buchung mit Führung oder Zugang zur Arena-Ebene steigt der Preis auf 22 bis 24 Euro. Das Ticket schließt Forum Romanum und Palatin mit ein. Eine Vorab-Buchung online ist dringend zu empfehlen, da die Warteschlangen vor Ort erheblich sein können.
Wer sich mit der Geschichte der Stadt ernsthaft beschäftigen möchte, findet über das Forum Romanum hinaus faszinierende Spuren verschiedener Epochen. So hat etwa Kaiser Hadrian gleich mehrere markante Bauwerke in Rom hinterlassen, darunter das Pantheon in seiner heutigen Form und das Mausoleum, das heute als Castel Sant’Angelo bekannt ist. Beide sind besuchenswert, der Eintritt ins Castel Sant’Angelo kostet 15 Euro.
Die Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle kosten 20 Euro online, 23 Euro an der Kasse. Der Petersdom selbst ist kostenlos, der Aufstieg zur Kuppel kostet 8 Euro zu Fuß oder 10 Euro mit Aufzug.
| Sehenswürdigkeit | Eintritt 2026 (ca.) |
|---|---|
| Kolosseum inkl. Forum & Palatin | 18 Euro |
| Vatikanische Museen + Sixtina | 20 Euro (online) |
| Castel Sant’Angelo | 15 Euro |
| Borghese-Galerie | 15 Euro (Reservierung Pflicht) |
| Pantheon | 5 Euro |
Nahverkehr und Stadtbewegung
Eine Einzelfahrkarte für Bus und Metro kostet 1,50 Euro und gilt 100 Minuten. Ein 48-Stunden-Ticket schlägt mit 7 Euro zu Buche, ein 72-Stunden-Ticket mit 12 Euro. Wer vier oder mehr Tage bleibt und viel unterwegs ist, fährt mit dem Wochen-Ticket für 24 Euro am günstigsten. Rom hat zwar nur zwei Metro-Linien, aber ein gut ausgebautes Busnetz. Viele Sehenswürdigkeiten liegen zudem fußläufig beieinander, was Fahrtkosten einsparen lässt.
Gesamtbudget: Was ein Rom-Trip wirklich kostet
Zusammengefasst lassen sich drei realistische Budgetrahmen skizzieren:
- Sparbudget (Hostel, Eigenversorgung, wenige Eintrittspreise): 80 bis 110 Euro pro Tag
- Mittelbudget (3-Sterne-Hotel, Restaurant abends, die meisten Attraktionen): 150 bis 200 Euro pro Tag
- Komfortbudget (4-Sterne-Hotel, mehrmals täglich auswärts essen, alle Highlights): 250 bis 350 Euro pro Tag
Für einen typischen Fünftage-Trip nach Rom inklusive Hin- und Rückflug ab Deutschland kommt man im Sparbudget auf rund 550 bis 650 Euro, im Mittelbudget auf 900 bis 1.100 Euro und im Komfortbereich schnell auf 1.500 Euro und mehr. Wer frühzeitig bucht, auf Nebensaison setzt und Tickets online vorab kauft, kann bei jedem dieser Budgets noch einmal 100 bis 200 Euro sparen.


